
Hallo zusammen,
hier entsteht
mein Online-Tagebuch über mein Auslandssemester in China mit dem
Chinese Business Program
in Qingdao - China,
einige ausgewählte Fotos werde ich hier zusätzlich aufführen,
alle anderen könnt ihr unter Fotos finden.
Meine Reiserouten in China:

Tag |
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26.02.2004 |
Hallo zusammen, Da ich mich seit fast 2 Wochen wieder in Deutschland befinde, hier noch einmal meine Abschlussmail: Seit der letzten Mail ist im Grunde genommen nicht viel in Qingdao passiert, wir hatten jetzt auch in Qingdao Sonne und Strandwetter (glücklicherweise ist der Strand hier ja nur 500m entfernt), was ja bis Mitte Mai in Qingdao nicht der Fall war... Um hier das Zeugnis zu bekommen, mussten noch 3 Essays und 3 Klausuren geschrieben werden. Nachdem dies geschafft war und wir nach einer unglaublich spannenden Zeremonie die Zeugnisse bekommen hatten, sind die meisten am gleichen Wochenende zurückgeflogen. Einige machen ein Praktikum in China, die anderen wollten noch reisen. Da ich nur einen Monat nach Prgrammende in China sein wollte, zählte ich mich zur Reisegruppe. Ich bin also am Montag um 11 Uhr zum Reisebüro und habe mir einen Flug um 17:40 nach Xian gebucht. Geflogen sind wir dann in einer Vierergruppe: Kyle, Stefan Brugger, Sue und ich. Kyle und Sue wollten nur noch Xian sehen, Stefan und ich zumindest einige Zeit noch zusammen weiterreisen. Am Flughafen angekommen zeigte sich sofort wieder chinesische Organisation von ihrer besten Seite: Normalerweise kann man ja wohl davon ausgehen bei gleichem Zielort und gleicher Abflugszeit im gleichen Flugzeug zu sitzen. Nicht so in China: Die anderen Drei flogen pünktlich in einem fast leeren Flugzeug ab, ich saß noch ne halbe Stunde am Flughafen, um anschließend in einem fast vollen Flugzeug hinterher zufliegen. Egal, China halt. In Xian angekommen ging es kurz in die Jugendherberge, um dann ins Moslemviertel zu gehen. Fleischspieße essen!!! Diese bekommt man zwar überall in China, allerdings ist es echt erstaunlich wie günstig diese in Xian sind. 2-4 Mao. Also umgerechnet 2-4 Cent. 50 Spieße für nen Euro ist doch mal schön (wenn man Fleisch so gerne mag...)#
Anschließend ging es noch kurz in eine chinesische Disko, dann ins Bett, schließlich warteten am nächsten Tag: Die Krieger.
Ich glaube, sagen muss man zu den Tonkriegern nichts mehr, nur gesehen haben sollte man sie schon (wenn man in China ist). Sehr schön und eindrucksvoll. Erstaunlich sind aber nicht nur die Austellungstücke, sondern auch die Souvenirstände. Man kann dort für 3 Yuan 4 kleine Tonkrieger kaufen (nach langen Verhandlungen). Wo diese hergestellt werden ist auch klar: MADE IN CHINA, aber es ist mir trotzdem ein Rätsel wie man damit dann noch Geld machen kann (die Verkäufer können ja scheinbar sogar von der Marge leben...). Der Taxifahrer, der während unserer 2 stündigen Besichtigungstour auf uns gewartet hatte, fuhr uns dann auf dem Rückweg noch bei einem Kaisergrab vorbei, einem riesigen Erdhügel. Dieses ist jedoch im Gegensatz zu den Pyramiden noch nicht geplündert worden (allerdings auch nicht so eindrucksvoll). Während unserer Besichtigungstour sind wir zufällig noch in ein Schauspiel gerannt bei dem ca. 50 Chinesen, in historische Gewänder gekleidet und mit künstlichen Bärten beklebt, Musik spielten und mit Plastikhellebarden herumfuchtelten. Das Ganze vor dem Grab, vielleicht sogar zu Ehren des Kaisers ;-), war ganz nett anzusehen.
Der nächste Stopp unseres schon etwas genervten Taxifahrers war an einem prähistorischen Dorf, das jedoch leider gerade renoviert wurde (oder ein neues Dach bekam, so genau konnte man es aus dem in China sehr beliebten CHINGLISH nicht erfahren). Also ging für uns nur kurz durch das Museum und zurück zum Taxi. Unserer Taxifahrer ließ uns dann an einem guten (fanden sowohl er als auch der LonelyPlanet) Restaurant raus, dessen Spezialität es war, den Gast die Hälfte der Arbeit machen zu lassen: Die Spezialität in Xian ist eine Nudelsuppe mit Fleisch die über 2 vom Gast zerbröselte Fladenbrote gegossen wird. Es schmeckte, klar, aber das Bröseln nahm doch ca. 1 Stunde in Anspruch. Abends ging es dann in eine sehr schöne westliche nur von Chinesen besuchte Disko, um anschließend das Deutschland - Holland Spiel in einer anderen Disko zu schauen. Die Disko schmiss, die von uns Übriggebliebenen jedoch nach der ersten Hälfte raus, da um diese Zeit leider keine anderen mehr zuschauen wollten. Aus gegebenem Anlass wurde der nächste Vormittag verschlafen (das Spiel fing um 3 Uhr morgens an...). Nachmittags stand zuerst die Moschee von Xian auf dem Programm. Man hätte mich einfach in die Moschee reinstellen können, ich hätte den Unterschied zu einem typisch chinesischen Tempel nicht gemerkt, zumindest von der Farbe und Architektur her. Ein großer Unterschied war nur der sehr schöne Garten, der diese Moschee für mich zum interessantesten Tempel Chinas gemacht hat (Ok, Tempel ist evt. der falsche Ausdruck, Gotteshaus, Anbetungshalle, Gebetshaus, was auch immer).
Unsere Besichtigungstour ging weiter: Zum in China sehr bekannten Stelenwald. Ein Tempel (wie auch immer ;-)) mit der angeblich schwersten Bücherei der Welt. Diese besteht aus Hunderten von Steintafel mit Schriften von Konfuzius und anderen bekannten ;-) Chinesen in einer weitläufigen Anlage. Das Interessanteste im Stelenwald war jedoch die Art und Weise wie Abdrücke von den Tafeln genommen worden. Dazu wird ein dünnes Blatt auf eine Stele aufgelegt, befeuchtet und mit Hilfe eines Farbstempel wird praktisch ein Negativ der Stele erstellt.
Abends suchten wir uns dann einen schönen Platz zum Fußballschauen, was uns auch gelang: In einem Massagesalon konnten wir uns für 4 € 90 Minuten lang die Füße massieren lassen, und gleichzeitig Fußball schauen :-)
Am nächsten Tag sind wir noch ein wenig in Xian herumgelaufen, haben noch ein Museum und eine Pagode angeschaut, um abends nach Chengdu zu fahren. Nachdem wir von Xian mit dem Zug (hier ein Foto für Michael und alle Bahnmitarbeiter:
So kann ein Bahnhof aussehen: Tausende von Menschen, und trotzdem bekommt man noch ne Stunde vorher ein Ticket für eine 12 Stunden Fahrt Das untere ist der "HardSleeper", ist ok zum Reisen, aber nur über Nacht, Tagsüber geht man ein...) nach Chengdu (die Pandastadt) gefahren waren, ging es für Stefan und mich direkt am nächsten Morgen um 7 Uhr weiter. Das Weiter sollte Jiuzhaigou sein, 12 Stunden Busfahrt entfernt. 12 Stunden Busfahrt heißt für mich eigentlich 12 Stunden schlafen, also haben wir bis um halb vier gefeiert und sind um 6 Uhr aufgestanden. 12 Stunden Busfahrt von Chengdu nach Jiuzhaigou hieß aber nicht schlafen: Sobald ich den Kopf zur Seite drehte wurde mir schlecht, jedoch nicht wegen der Nacht bzw. der paar Stunden vorher, sondern weil a) die Straße kurvig war b) der Fahrer meinte ein höllisches Tempo auf einer Schotterpiste vorzulegen, in den Kurven zu überholen und c) die Straße voller Schlaglöcher war, die der Fahrer selbstverständlich großzügig umfuhr, indem er erst kurz vorher einlenkte. Definitiv 12 meiner unangenehmsten Busstunden (na, wäre doch was für dich Schwesterchen, oder?) Ankommen, einchecken, essen, schlafen. Am nächsten Morgen ging es dann für uns mit Sack und Pack nach Jiuzhaigou, übersetzt soviel wie Neun-Dörfer-Täler. Die neun Dörfer waren zwar insgesamt nur 4 Dörfer, allerdings hat dieses Weltkulturerbe eine unglaubliche Anzahl von kleinen und großen blauen, klaren Gebirgsseen, unzählige Bäche und scheinbar noch mehr Wasserfälle.
Nachdem wir uns verbotenerweise im 2. Dorf eingenistet hatten, (wieder ein Vorteil Ausländer zu sein, für Chinesen ist es nicht möglich im Park zu übernachten)
(dies war unsere Herberge), hieß es für uns (Stefan, Bob, ein Ami den wir auf der Busfahrt kennen gelernt hatten, und mich) das erste Tal zu erwandern. Per Bus ging es auf 3200 Meter, wo wir zuerst zu einem See gelotst wurden, um uns anschließend mit einer Masse von Chinesen an dem Abstieg zu machen. Im Trippelschritt (das von mir unglaublich geliebte :-( Kirmesbummeltempo...) hinter Chinesen herzumarschieren, war dann doch nicht unser Ding.
Glücklicherweise sind wir auf den Busfahrten neben chinesischen Musikvideos auch in den Genuss von etlichen Kampfkunstfilmen gekommen, so dass es für uns ein Leichtes war, das in der Theorie gelernte in die Praxis umzusetzen und uns den Weg freizukämpfen.
Ne, Spaß beiseite, für Chinesen bedeutet das Besichtigen eines Nationalparks: Aus dem Bus aussteigen, Foto vor dem Parkeingang, in den Park, in den wartenden Bus, raus aus dem Bus, 150 Meter laufen, Foto, zurück zum Bus, nächster Stopp, . . . Unser Glück, denn wenn man einfach eine Gestrüppbarriere überklettert ist man plötzlich alleine (wenn man nicht auf schlafende Arbeiter trifft). Der Versuch nach unserer Wanderung durch Urwald und Gebirgswiesen
der Versuch etwas Essbares zu finden war erstaunlicherweise nicht von Erfolg gekrönt: Im ganzen Park gab es nur Instantsuppen und Meatsticks. Dafür war das Bett später umso unbequemer. Am nächsten Tag ging es für uns das nächste Tal hinunter, abends gab es Instantsuppen und Meatsticks (wie morgens auch schon), Kartenspiele mit Chinesen und einen schönen Mondaufgang.
Um den nächsten Tag richtig genießen zu können, sind wir um 7:00 Uhr aufgestanden (die ersten Chinesen-Touristen-Busse fahren um 9:00 Uhr) und habe die Teile des Parks besichtigt, die wir noch nicht gesehen hatten. Nachmittags ging es dann aus dem Park ins Hotel etwas essen und duschen. Wenn man an drei Tagen jeweils 15-20 Kilometer wandert, und das zwischen 2400 und 3200 Meter Höhe, fängt man doch ein wenig an zu schwitzen, und leider hatte unser tibetanisch angehauchtes Guesthouse keine Dusche (und nur ein Betonloch im Boden als HockPlumpsKlo). Außerdem erkundigten wir uns nach einem Flug, denn seit einem Jahr gibt es in 40 Kilometer Entfernung einen Flughafen (der Lonely Planet ist 2 Jahre alt). Da der Flug jedoch leider 80 € kosten sollte, haben wir uns dann schweren Herzens wieder auf die schaukelige Busfahrt (für 8 €) eingelassen. Stefan fuhr nach Chengdu zurück, um von da aus nach Tibet zu fliegen. Für mich ging es 3 Stunden in Richtung Chengdu, um in Songpan auszusteigen. Songpan ist ein kleines Dorf,
dessen Hauptattraktion für westliche Touristen (und einige Chinesen) die Ausritte in die Umgebung sind. Inzwischen haben die Dorfältesten scheinbar auch begriffen, dass man mit der Vergangenheit Geld machen kann (dieser Teil Sichuans gehört mal zu Tibet), so dass die ganze Stadt eine einzige Baustelle war, um sie von der unglaublichen deutschen 70er Jahre - chinesischen 21. Jahrhundert Bausünde "Gekachelte Wände" in ein schmuckes Fake-Tibet-Städtchen zu verwandeln. Leider habe ich es nicht geschafft den Chinesen klar zu machen das man auch die Seiten und nicht nur die Fassade eines Hauses faken muss um einigermaßen authentisch zu wirken ;-).
Mein Grund nach Songpan zu kommen, waren die schon genannten Horsetrips. Und auf einen von diesen habe ich mich am nächsten Tag gewagt. Meine Mitreiter waren ein dänisches Paar und ein Koreaner, sowie pro Person ein Führer. Die kleinen Pferde trugen außer uns noch jeweils ca. 40 Kilogramm Gepäck, Matratzen, Zelte, Schlafsäcke, Verpflegung, Geschirr,... die stellenweise 45 Grad steilen Pfade hoch, deshalb mussten wir auch bereits nach 4,5 Stunden unser Nachtlager aufschlagen.
Die Pferde wurden abgesattelt, 2 unserer Führer gingen Feuerholz schlagen, einer fing an zu kochen und der andere sammelte Tannenzweige für die Betten. Anschließend wurden 2 Zelte aufgeschlagen und eine Plane über der Feuerstelle befestigt. Als wir dann (sehr lecker) gegessen hatten und genug Quellwassertee getrunken hatten, wollten wir 4 unsere Sachen in ein Zelt bringen, was jedoch von den Guides verhindert wurde: Wir schliefen jeweils zu zweit in einem Zelt und die Guides unter der Plane am Feuer.
Ok, so sollte es sein. Nach dem Abendessen und einer kurzen Wanderung in der Umgebung ging es um für uns 4 um 20 Uhr ins Bett - das Reiten, die Luft und die Höhe schlauchten doch ziemlich.
Um 22 Uhr wurden wir noch einmal von den Guides geweckt, um von ihnen zugedeckt zu werden. Komisches Gefühl, aber lieb gemeint. Der nächste Morgen wartete mit leckerem, auf dem Feuer frisch gebackenem Brot und Tee, Morgentoilette am Bergbach und unruhigen Pferden. Die nächsten 4,5 Stunden ging es durch Täler und 2 kleine, ausgestorbene Dörfer, um dann erneut das Lager in 3800 Meter Höhe aufzuschlagen. Das selbe Prozedere, nur unterbrochen von der Frage, ob wir ein Schaf zu Abendbrot haben wollten. Dieses wurde, nachdem wir den Preis heruntergehandelt hatten (immer noch viel zu viel), geholt, geschlachtet und grillfertig gemacht, um schließlich wie ein Spanferkel geröstet zu werden. (die Schlachtbilder habe ich jetzt mal nur als Link eingefügt, es soll einige Personen geben die es nicht sehen konnten: 1. 2. 3.)
Erneut lecker. Die Pferde waren am nächsten Morgen noch störrischer, vielleicht weil sie wussten, was bevorstand. Ohne Zelte ging es nämlich für sie (und uns) auf schmalen Pfaden bis auf 4400 Meter. Der Pfad war stellenweise nur 20 cm breit, ging steil nach oben (wirklich steil), während es auf der einen Seite 200 Meter mit 70 Grad Gefälle nach unten ging (andere Seite genauso nach oben). Komischerweise habe ich es nicht als sehr angenehm empfunden auf einem schwankendem Pferderücken zu sitzen, hin und wieder die Hufe wegrutschen zu hören und zu merken wie das eigene Pferd ausschlägt, weil das nachfolgende Pferd zu dicht aufgerückt ist. Aus gegebenem Anlass (der Anlass waren meine verkrampften Hände) habe ich davon leider keine Fotos gemacht. (Jetzt ärgere ich mich darüber, aber ich verzeihe es mir ;-)) Als wir endlich auf einem kleinem Plateau angekommen waren, hieß es für die Pferde und uns durchatmen, für die Pferde, weil es für sie ohne Reiter wieder abwärts ging und für uns Touris, weil wir zu einem Bergsee in 4800 Meter Höhe aufsteigen wollten.
Die Dänen mussten wegen Kopfschmerzen ebenfalls wieder absteigen, der Koreaner und ich haben und an die letzten Meter gewagt. Und schnaufend unser Ziel erreicht.
Der Abstieg ging schneller, abends gab es erneut Schaf und es ging erneut früh ins Bett. Zum Frühstück gab es Schafsuppe, mittags wurde an einem Tempel gerastet (es gab Schaf) und nachmittags eine erleichterte Rückkehr nach Songpan - nur um dann festzustellen, dass die ganze Stadt kein Wasser hatte. Also keine Dusche, und am nächsten Tag die 9 Stunden Busfahrt zurück nach Chengdu. Glücklicherweise sind aus den 9 Stunden 11 Stunden geworden. Ich sage jetzt schon glücklicherweise, weil der Bus am Tag vorher 24 Stunden gebraucht hatte, da ein Erdrutsch die Straße blockiert hatte. Kommt in der Gegend öfter vor, hätte mir aber zu meinem Glück noch gefehlt. 9 Stunden in einem verrauchten, verdreckten Bus auf chinesischen Gebirgsstraßen sind nicht mein Ding, aber 24 Stunden mit spuckenden Chinesen im Bus eingeschlossen zu sein erst recht nicht. Nach einer langen Dusche und einer Nacht in Chengdu ging es für mich weiter nach Leshan. Leshan hat innerhalb eines großen Parks mit einigen Tempeln den größten Buddha der Welt: 71 Meter hoch, 7 Meter lange Ohren und einen 8,5 Meter langen großen Zeh.
Das Hotel für meine eine Nacht in Leshan befand sich in dem Park, der um 18 Uhr geschlossen wurde. Da ich der einzige Gast im Hotel war, war ich mit der unfreundlichen Hotelmanagerin ab da alleine, was unglaublich angenehm war, um den Buddha von allen Seiten zu betrachten und im Park herumzustreunen. Der nächste Tag zeigte mir nämlich wieder die chinesische Tourismusindustrie von ihrer schönsten Seite. Bunt bemützte Touristengruppen wurden im OneWayVerfahren an der Buddhastatue vorbeigeführt. Da wäre es mir (glaube ich) nicht gelungen Fotos wie dieses vor dem Zeh des 1200 Jahre alten Riesen zu machen.
Das nächste Ziel an diesem Tag sollte der EmeiShan werden. Shan = Berg. Berg? Da war doch was? Richtig, ich wollte mal wieder einen chinesischen heiligen Berg besteigen. Wie der TaiShan hat der EmeiShan anstatt Steigungen nur Stufen, und der EmeiShan ist nicht 1500 wie der TaiShan sondern 3099 Meter hoch. Meine Lektion vom TaiShan: Hoch ist OK, runter gibt 2 Wochen Muskelkater. Daher machten wir (Inge, eine holländische Studentin und ich) uns am nächsten Morgen auf den Weg. Unser Hotel befand sich auf ca. 300 Meter Höhe, unser Ziel für den ersten Tag befand sich auf 700 Meter Höhe. Nicht viel, aber neben subtropischem Wald, handgroßen Schmetterlingen, kleinen Bächen und Tempeln befanden sich dazwischen auch 35 Kilometer. 7,5 Stunden später und deutlich leichter trotz 4 Liter Wasser während des Tages (es war deutlich wärmer als 30 Grad und ziemlich schwül), erreichten wir unser Tagesziel. Ein buddhistisches Kloster, in dem wir die Nacht verbrachten. Das Singen der Mönche um 5 Uhr war zwar schön, konnte uns aber nicht zum Aufstehen bewegen. Der Höhenunterschied zwischen 3099 und 700 Meter und die Distanz von 27 Kilometern am nächsten Tag hielt uns noch ein wenig länger im Bett. Unzählige Stufen später, jede Menge Auf und Abs und 8 Stunden später erreichten wir den Gipfel. 2 Tage, 62 Kilometer und ca 5000 Höhenmeter (es ging ungerechter Weise immer mal wieder runter) waren wir doch sehr erleichtert, oben zu sein. Was frustrierend (oder bewundernswert) war: Wir sind am ersten Tag mit 2 alten Damen losgelaufen. Am ersten Abend sind sie eine halbe Stunde nach uns angekommen, am zweiten eine Stunde. Aber sie haben uns ihr Alter verraten: 90 und 92. Na wenigstens waren sie nicht schneller :-) Den Sonnenaufgang haben wir uns aufgrund der Wetterlage geschenkt und sind mit dem Bus zurück gefahren, um am nächsten Tag zurück nach Chengdu zu fahren. Von Chengdu ging es für mich dann per Flugzeug zurück nach Qingdao, wo ich mit 200 Yuan ankam. Meine Kreditkarte wollte mir nicht mehr hergeben, so dass ich mich noch eine Woche in Qingdao ausgeruht habe. Am Sonntag ging es dann mit Lara und ihren Eltern nach Beijing, um am Montag auf den dortigen Fakemarket zu gehen und am Dienstag erneut zur Mauer zu fahren. Bei strahlendem Sonnenschein zeigte sich aber deutlich der Unterschied zwischen Simatai, wo ich mit Nora war, und Badaling, wo ich mit Lara und deren Eltern war. Es war unglaublich voll, und die Mauer sah aus wie neu.
Aber auch das war eine schöne Erfahrung. Sobald ihr diese Mail erhalten habt, werde ich schon wieder einige Tage in D sein (Rechner anschließen, Outlook neu installieren und alles andere regeln wird einige Zeit dauern), so dass ihr mich einfach wieder unter meinen alten Nummern anrufen könnt. Ich werde einiges in China vermissen, habe aber auch gemerkt wie schön die europäische Kultur ist. Vermissen werde ich das Essen, die freundlichen Leute, die Landschaften, .... Nicht vermissen werde ich Die Spuckenden Chinesen (hat sich angeblich schon sehr verbessert, da es (angeblich) eine Verordnung geben soll, die eben dieses Spucken verbietet) Die Spucktöpfe im Taxi, für diejenigen von den Chinesen, die sich trotz des Gesetzes nicht abgewöhnen können zu spucken. (Immerhin spucken sie nicht auf den Taxiboden (hoffe ich)) Die Art der Chinesen sich die Nase zu putzen. Man erinnert sich vielleicht an die Bilder von einigen Fußballspielern, die leider kein Taschentuch dabei haben. Genauso machen es hier einige Chinesen. Man läuft gemütlich die Straße entlang, und aus einem der vorbeifahrenden Taxen oder Autos hört man plötzlich ein Schnauben. Ein Nasenloch zu und kräftig Druckaufbauen hilft. Ist auch schon komisch, wenn der Taxifahrer auf einmal das Fenster runterkurbelt und bei 70-80 km/h (auf einer innerstädtischen Straße) den Kopf rausstreckt und sich befreit... vor allem wenn man ca. 30 cm dahinter auf der Fahrerseite sitzt und einen leichten Sprühnebel abbekommt... Die Toiletten. Man stelle sich ein französisches Autobahnparkplatzklo (nicht an einer Raststätte). Das wäre in China ein saubereres Klo! Ich habe hier noch mal 2 Bilder als Link eingefügt: 1. 2. Dies sind keine Zufälle!!! Es hat mir aber trotz allem sehr viel Spass gemacht, ich habe viel gelernt, und richtig krank geworden bin ich auch erst wieder vom deutschen Essen!! (Freitag Nacht 39 Grad Fieber, Kopf und Gliederschmerzen, Durchfall... Indikatoren für SARS: hohes Fieber, Kopf und Gliederschmerzen, Durchfall,... Laut Tropeninstitut ist SARS aber out, aber Malaria zeigt sich durch hohes Fieber, Kopf und Gliederschmerzen, Durchfall,... der Montag den ich im Krankenhaus verbrachte zeigte das aber nur: Es lag sehr wahrscheinlich am deutschen Essen!!!) Bis bald in Münster, Rheine oder sonst wo... Gert PS: Und die nächste Cocktailparty ist bereits in Planung!!! |
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| 05.05.2004 |
Hallo zusammen.
Zuerst einmal ein kurzer Einblick in meine derzeitige Lebensweise:
Ok, ist ein wenig gemein, aber wenn ich mir ansehe welche Bilder aus Schweden von meinen beiden Mitbewohnern kommen... Bei der letzten Mail war ich noch in Yangshuo. Wir sind dort noch 2 Tage geblieben. Am ersten Tag haben wir eine
Radtour durch die Landschaft gemacht. es hatte in der Nacht leicht
geregnet, und unserer Führerin hatten wir extra noch gesagt,
dass wir nicht durch die touristischen Orte fahren wollten. Sind
wir dann auch fast nicht. Gekämpft trifft es ganz gut: Durch den Regen vorher waren die Wege fast alle sehr schlammig. Als wir die erste halbe Stunde durch die wunderbare Landschaft gefahren waren sind wir einem weiteren Reisfeld vorbeigekommen. Auf diesem stand (wie auch schon auf vielen vorhergehenden) ein Bauer der mit seinem Ochsen das Feld eggte. Auf die Frage ob wir das auch mal machen könnten fragte unsere Führerin nach und der Bauer sah zu wie Stefan M als erster ins Feld stapfte, und den Ochsen elegant gegen die Wand fuhr:
Wir anderen haben uns danach deutlich besser angestellt,
wenngleich das Feld im Anschluss aussah wie ein Schlachtfeld.
wir haben dem Bauern für die Stunde Arbeit die wir ihm beschafft haben dann 20 Yuan gegeben, der Gesichtsausdruck des Mädels hat uns schließlich schon zu denken gegeben ;-) Weiter ging es auf holperigen Wegen durch die unglaubliche Landschaft
(sorry wenn ich mich wiederhole, aber die Landschaft ist echt ...)
zur so genannten Buddha Höhle. Keine Ahnung wieso diese Höhle
so heißt. Man konnte sie aber besichtigen.
Die Leiter war eine der 3 Leitern alles andere wurde kletternd zurückgelegt (in den besagten Badeschlappen). Die Höhle wird wirklich nicht von Vielen besichtigt daher kann man so Sachen machen wie Glockenspiel auf Tropfsteinen, klettern durch 30 cm hohe Schlitze (der unten ist noch ein hoher)
und das beste in der Höhle: in einem Loch eine Schlammschlacht.
Total versaut und nur notdürftig in einem benachbarten Höhlenfluss
gereinigt sind wir nach 3 Stunden wieder an die Oberfläche gekommen
und fuhren zum Essen zum Haus unserer Führerin. Sehr lecker.
Den Tag rundete dann eine Bambusbootfahrt ab. Am nächsten Tag wollten wir ohne Führer zum Moonhill. Um nicht über die Landstraße dorthin fahren zu müssen sind wir durch die Felder gefahren. Himmelsrichtung reicht. Sagten wir uns. Verfahren haben wir uns natürlich ;-) Aber der Weg war es trotzdem wert. Über Wehre und Dörfer die nur einen Meter breite Zufahrtswege durch die Reisfelder haben
ging es zum Moonhill.
Von seiner Spitze hat man einen Ausblick...
Eine erneute Bambusbootsfahrt mit Schwimmen und ein Sonnenuntergang...
Der Abend ging damit zu Ende das wir uns mit einer Gruppe von Reiseführerinnen trafen, die wir an einem der Abende vorher kennen gelernt hatten, an dem eine von ihnen Geburtstag hatte (in China ist es üblich das Geburtstagskind mit dem Küchen zu bestreichen)
Und wir am nächsten Morgen um 3:30 Uhr vom Hotel abgeholt wurden
um ins benachbarte Guilin zu fahren, um von da aus den Zug nach Kunming
zu nehmen. Zug nach Kunming heißt Hardsleeper. Hardsleeper
deshalb weil es sich um eine 34 Stunden Zugfahrt handelte, auf der
man am Besten einfach nur schläft. Am nächsten Tag ging es dann mit einem wie bescheuert fahrendem
Busfahrer (bei dem selbst die Chinesen die Hände vor die Augen
gehalten haben) mit Hühnern auf dem Dach nach Lijiang.
Am 2. Mai, nachdem wir den 1. einigermaßen unbeschadet überstanden
hatten sind wir in die Tiger-Leaping-Gorge (3000 m Höhe) gefahren.
Durch diese Schlucht strömt der Yangtze, der Name rührt
daher dass angeblich ein Tiger mit einem gewaltigen Sprung über
den Strom seinen Verfolgern entkommen sein soll.
Zum Größenvergleich: Ich sitze unten auf dem Stein der direkt auf dem Bild oben rechts neben dem Haus direkt am Fluss liegt.
Zurück wurde wieder geklettert, wirklich schöne Ausblicke (wenn man es genießen kann z.B. eine 10 Meter lange Leiter die aus Metallstreben zusammengeschweißt wurde hochzuklettern. Kyle und Markus konnten es nicht, mit Höhenangst ist so etwas echt schwierig. Hochgekommen sind sie aber trotzdem.)
Und in 3000 Meter Höhe klettern bzw. wandern geht echt ganz schön auf die Kondition.
Am nächsten Tag sind wir dann per Flugzeug über Kunming nach Hainan und dort mit einem Bus direkt weiter nach Sanya gefahren. (Dort wo das erste Foto entstanden ist.) Wir haben uns hier für 7 € pro Person ein 3er Zimmer genommen
und sind direkt zum Strand gegangen. Die Luft hat hier ungefähr
32-35 Grad, das Wasser mehr als 25. :-) Ganz einfach. Es gibt hier einen Strand der ca. 20 km vom Hauptstrand
entfernt liegt. Dort sind lauter 5 Sterne Hotels. Wir wollten uns
den Strand ansehen und sind ca. 2 Stunden ebendiesen entlang gelaufen.
Um anschließend verschwitzt einfach ins Sheraton zu marschieren
und uns an die Poollandschaft zu legen. Hotelhandtücher wurden
uns vom Personal gebracht, also haben wir nicht lange weiter gefragt.
:-) Gruß vom Pool Gert |
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| 25.04.2004 |
Hallo zusammen, nachdem ich nach der schönen Tour mit Nora nach Beijing keinen Bericht geschrieben habe kommt jetzt mein erster "Urlaubsbericht". Wir haben, nachdem wir am Montag und Mittwoch noch in "Casestudies in China" und "Chinese Culture" Präsentationen hatten, uns am Mittwoch Abend auf den Weg durch China gemacht. Wir, das sind Kyle, Stefan, Stefan, Christof, Markus und ich. "Urlaubsbericht" weil wir seit Donnerstag (ich finde einen Tag zu knicken ist ok ;-)) für 2,5 Wochen frei haben. An sich hatten wir vor direkt nach Chongqing zu fliegen, um von dort aus mit dem Boot 3 Tage lang den Yangtze hinunterzufahren, um anschließend weiter in Richtung Süden zu ziehen. Da wir aber kein Ticket mehr bekommen haben (oder nur unverhältnismäßig überteuert) sind wir auf anraten eines Chinesen nach Chengdu geflogen, von da aus wäre es nur eine Stunde Busfahrt bis Chongqing. Sagte er. Nachdem wir also mit einer Stunde Verspätung in Chengdu angekommen waren sind wir zu einem Youth Hostel gefahren. Ein Traum. Falls jemals jemand von euch auf die Idee kommen sollte nach Chengdu zu fahren: Hoffentlich ist es noch da, es soll vielleicht im nächsten Jahr abgerissen werden um einem tollen Einkaufszentrum Platz zu machen. :-(
Die erste Nacht haben wir damit verbracht uns ganz gemütlich dem Sichuaner Nachtleben zu nähern:
Am nächsten Tag ging es dann zuerst zu einem Tempel, wirklich ein sehr schöner, riesiger Park mit schönem Teehaus (und einer nervigen Chinesin, aber ok...)Da die Tempel aber immer relativ gleich aussehen (rot mit schwarzem Dach und goldener Statue ;-)), genauso wie die deutschen Kirchen, mal dazu kein Bild. Ein schöner Markt und noch eine gemütliche Spazierrischkafahrt rundeten den Tag ab.
Ein typisches Bild für Chengdu:
Das werde ich in Münster auch einführen. Der Unterschied zu Münster dürfte nur sein: In China wird damit nur bei Sonne gefahren, bei Regen wird ohne gefahren... Für den nächsten Tag hatten wir einen Ausflug zur Pandaaufzuchtstation
geplant, und 2 Stunden später sollte es dann Richtung Chongqing
gehen.
Weiter ging's zur Jungtierstation: Hier tollten 4 Jungtiere auf einem Gerüst herum, balgten und schmissen sich aus 2 Meter Höhe vom Gerüst. (Ja Mama, genau wie früher bei uns ;-)).
Auf dem Weg zur nächsten Station, der Fütterung der Roten Pandas fiel mir ein Schild ins Auge. "Mache eine Spende -> Mache ein Bild". Man konnte sich für 200 Yuan (20 €) mit einem Panda fotografieren
lassen. (oder für 400 Yuan mit einem Jungtier). Handschuhe und Füßlinge an, und ab ging es mit Gert ins Pandagehege.
Zu dieser Gelegenheit werde ich glaube ich nicht noch einmal kommen.. Echt schön. Nachdem wir uns (Markus hat sich anschließend auch noch fotografieren lassen) zurück waren wurden wir um halb 2 (abgemacht war 1) vom Hostel abgeholt. Von einem Fahrer der keine Ahnung von unserem Ziel (dem Busbahnhof)
hatte. Glücklicherweise hatten wir uns am Abend vorher mit Xia angefreundet,
die netterweise mit uns nach Chongqing gefahren ist. Am nächsten Tag stand wieder aufstehen um 5:30 an (Wieder genau meine Zeit). Wir wollten mit einem Schnellboot den Yangtze runterfahren. Es sollte um 7:30 losfahren. Genug Zeit also für uns ein Ticket
zu kaufen.Als wir aus dem Taxi stiegen fing es in Strömen
an zu regnen. Dafür sind wir dann aber direkt ins nächste
Ticketbüro. Dieses Mal hatte aber der Lonely Planet recht. Tickets
in Chongqing zu kaufen kann das frustierenste einer Chinareise sein.
Es gab nur Tickets für die 3 Tagekreuzfahrt. Genau wie in den
anderen 10 Ticketbüros die wir in der nächsten Stunde (wie
gesagt im strömendem Regen) besucht haben. Selbst Polizisten
(die wir gefragt hatten nachdem wir von den Chinesen, die uns in
immer wieder in Büros ziehen wollten "Yes, Ticket for Speedboat" -
und die dann erneut nur 3-Days Angebote hatten) konnten uns nicht
helfen. Sie haben uns nur nach unten zum Fluss gebracht, wo das Boot
ablegen sollte. Nächstes Reisebüro, Tickets für 2,5 Stunden später kaufen, Frühstücken, Busfahren, Fliegen, Guilin ankommen, Busfahren nach Yangshou. Yangshou ist ein Ort wie aus dem Bilderbuch (ok, inzwischen touristisch,
aber auch nur eine Straße ist touristisch).
Heute nachmittag stand ein Bootstrip durch diese Landschaft auf dem Programm. Noch ein paar Bilder davon:
Wir wollen hier 3-4 Tagen bleiben, ein bisschen Bootfahren, ein wenig Radfahren, ein wenig klettern, und einfach die Landschaft in uns aufnehmen. Btw: An die Frankreichfahrer und Dümmerleute: Bis bald, Gert |
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| 05.04.2004 |
Das Wochenende über waren wir
(ca. 20 vom CBP) in Shanghai. Mit Sicherheit das beeindruckenste in China bisher. Eine Stadt, die einfach nur gigantisch ist. Wir sind am Freitag morgen um 6:15 in Qingdao losgefahren, haben uns mit einem zu kleinen Bus zum Flughafen bringen lassen und hatten dort das erste Problem. 2 von uns hatten selbstverständlich (trotz schriftlicher Aufforderung) den Reisepass vergessen. Glücklicherweise konnten diese beiden nach einer halben Stunde Diskussion mit irgendwelchen Polizisten auf Chinesisch dank Fanny, einer von uns, die einwandfrei Chinesisch spricht, doch noch mitfliegen. Allerdings mussten sie 30 € für einen vorläufigen Pass ?chinesisch? bezahlen. ![]() Auf dem Weg zum Hotel ging es erst einmal durch eine interessante Strasse, verschiedene Restaurants, (mit riesigen Aquarien inc. Haien im Schaufenster) und "Haarwäscher". Unter Haarwäschern muss man sich einen Laden vorstellen, in dem ca. 2 Stühle, ein Spiegel, ein Waschbecken und ein Sofa stehen - und auf dem Sofa ca. 6-8 Angestellte. Minirock und tiefer Ausschnitt. Und verschiedene Hinterzimmer. Laut einem Chinesen sind diese aber teurer als ein normaler Friseur ;-) Das Hotel war gut (24 Stunden warmes Wasser / wir haben in Qingdao nur 6 Stunden am Tag wW.). Dann einmal den Bund entlang (halt die Shanghaier Uferpromenade mit Blick auf Pudong, das neue Shanghai) ![]() (der Chinese auf dem Foto wollte unbedingt ein Foto, nachdem er seines hatte, musste ich ihn auch noch einmal bitten mit mir ein Foto zu machen:-)) und in einen kleinen Park in der Altstadt. Die Altstadt ist echt knuffig im Vergleich zum Rest von Shanghai, es sieht halt noch so aus wie man sich China vorstellt, bis auf die Geschäfte, die Kitsch verkaufen. ![]() Anschließend zum German Center (Kino und Grillwürste) und danach tot ins Bett. Am nächsten Morgen sind wir dann 5 km zum Jade Buddha Tempel gegangen. Dabei sind wir echt auf die unterschiedlichen Lebensweisen hier gestoßen worden: Auf der einen Seite die Chinesen die wie vor 40-70 Jahren in kleinen "Hütten" leben und auf der anderen Seite nur 30 m entfernt neue, riesige Hochhäuser. Vorbei an der Chinesischen Art des Grünen Punktes (morgens wird man schon von den Sammlern geweckt, die mit einer Glocke am Fahrrad die Straßen auf und ab fahren und nach Papier und Metall suchen). Der Mann links macht scheinbar nichts anderes als jeweils eine! Dose zu nehmen und diese mit einer Schaufel auf Straßenniveau zu verkleinern. ![]() Die ganze Straße war voll von Chinesen (ok, sollte man in China erwarten, es war aber wirklich VOLL). ![]() Unglaublich wuselig. Und so viele Europäer scheinen dort nicht vorbeizugehen. Zumindest konnte man das aus den Blicken entnehmen. Dann rechts in einen kleinen Durchgang in einen "chinesischen Baumarkt". Nein, nicht diesen. (der Bauarbeiter hat sich echt einen Ast gefreut) ![]() Auf diesem wurde echt alles verkauft. Im ersten Stock von Feuerzeugen über Tachos und Lenkradschonern bis zu DVD-Brennern, im 2 Stock Badezimmer, im 3. Schlafzimmer, .... Aber wieder Chinesisch. Nicht ein großer Laden, sondern jeder Laden bestand aus ca. 15 qm (ab dem 2. Stock, vorher so ungefähr 2qm). Aber in China macht es eh die Masse. Dort dann raus, das selbe noch einmal für Food, und dann gemütlich weiter zum Tempel. Der Buddha unten ist ca. 4 Meter groß, und kommt leider nicht so schön rüber wie er war... ![]() ![]() Weiter ging es in Richtung Nanjin Lu, der Hauptgeschäftstraße in Shanghai. Dort sind wir dann nur noch in 2 Bücherläden (einer davon der Fremdsprachenbuchladen (Hurra, lesbare Literatur) gegangen und dann direkt nach Hause. Abends ging es dann in die Mural Bar, einer sehr schön aufgezogenen Bar mit absolut westlichen Preisen (ein Pils für 4,5€) und nur Ausländern. Weiter ins "Park 97", auch nur Ausländer, aber dafür super Livemusik. Der nächster Tag stand ganz im Zeichen des Shoppens. Mittags ging es mit einem kleinen Umweg über MCDonalds (2 DoubleCheesburger für einen Euro :-)) auf den Fake Market. Muss man mal gemacht haben. Sehr viel angenehmer als in der Türkei, (sorry an die Türken unter euch) aber man wird halt nicht immer in die Läden reingezerrt, sonder nur auf eine recht freundliche Art und Weise gefragt: "DiViDi, Watches?" Wenn man mit geht wird man entweder über einen Hinterhof in einen kleinen Hausflur über eine steile Treppe in ein kleines Zimmer geführt, in dem man sich Uhren aus kleinen Koffern anschauen kann und wieder erstaunlich schnell gehen kann (was in der Türkei nicht der Fall wäre). Oder man wird in einen der Stände geführt und hinter einem Vorhang werden einem dann die DVDs gezeigt (0,6 € / Stk). Ansonsten halt T-Shirts für 2-3 €, Schuhe (Puma-Fake) für 10€, und Leathermantool für 3 €, NorthfaceJacken und große Rucksäcke (Northface-Fake) für ebenfalls 10€. Sehr schön sind auch die frisch gepressten O-Säfte für 0,6 € pro 0,33l. Nervig ist nur das Handeln, aber auch daran gewöhnt man sich. Abends ging es dann erst ins Paulaner Hofbräuhaus, wo man das sauer ersparte Geld vom Fakemarket in ein Bier für 10,5€ investiert. Dann kam aber das Beste von Shanghai: Das Hyatt-Hotel. Gelegen im höchsten Gebäude in Shanghai. Dort gibt es im 87 Stock die höchste Bar der Welt. Ein Traum. Ein wahnsinniger Blick über Shanghai. (Leider geben die Fotos wieder das Erlebte nicht wieder.) ![]() (und ich hatte vergessen mir auf dem Fakemarket ein Stativ zu kaufen, so dass hier die Brüstung mit im Bild ist) ![]() Und die Preise wie in Deutschland in einer "normalen" Kneipe der Cocktail ab 5,5€. (könnte wohl meine Stammkneipe werden. ;-) Weiter ging es in eine Shanghaier Kneipenstraße, um dort gemütlich in meinen Geburtstag reinzufeiern, sind dann noch in eine Chinesische Diskokneipe, gegangen. Als Beschreibung sollte einfach genügen: Sollte man erlebt haben. Über eine Technoversion vom Ententanz bis zu einer ebenso schlechten Technoversion von "von den Blauen Bergen kommen wir" (echt kein Witz, wir haben auch nicht schlecht geguckt) wurde alles gespielt. Man stelle sich (für die Münsteraner) die Destille fast gerammelt voll vor, alle Chinesen hüpfen (scheinbar deren Art dazu zu tanzen) und kommen sich dabei unglaublich toll vor. Und der Laden ist unglaublich verdreckt (kein Vergleich zu Dille). ![]() Der nächste Tag ging noch einmal entspannt über den Fakemarket, (kulturell hat Shanghai echt so gut wie nichts zu bieten, es ist alles "nur" Architektur, aber davon wieder das China Syndrom: Alles in einer unglaublichen Menge. Und dann zurück. Jetzt ist es 20 vor 12 und ich werde jetzt in Bett gehen, schließlich haben wir morgen Uni. Ge*schlitzauge*rt |
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| 31.03.2004 |
Dieses Wochenende haben wir den ersten
der Trips in die nähere Umgebung gemacht. Es standen Qufu, eine kleine Stadt (100000 Einwohner) an, die nebenbei (hauptsächlich) der Geburts - Lebe und Sterbe ort von Konfuzius ist. Wir sind also am Samstag morgen (um 7:30, also genau meine Zeit) nachdem wir am Abend vorher noch gemütlich Pekingente gegessen haben losgefahren. Sechs Stunden in einem angeblich klimatisierten Bus, Abstand zwischen den Sitzreihen ungefähr 5 cm kurzer als Oberschenkellänge, aber wenn man sich quer über den Sitznachbar legt geht alles (in meinem Fall halt Nora :-)). Unsere Reisegruppe bestand aus 24 Studenten (davon 2 nicht aus dem CBP), einer chinesischen Reiseleitung und einer Chinesischstudentin, die halt alles für die Chinesin übersetze, wenn sie etwas nicht verstand. Der Busfahrer war ein mittelalter Chinese, der seit 10 Jahren den Bus fuhr, und uns daher gut und sicher an unser Ziel bringen sollte. (meinte unsere Reiseleitung) Der Busfahrer fuhr aber solche Schlangenlinien das die erste Frage die wir stellten war, ob eine Pause nicht angemessen wäre. Die Antwort: "Muss nicht, 20 stunden am Stück zu fahren ist normal". OK. Wenn er meint. nach zwei Stopps, einmal um zu tanken, und danach (um denjenigen, die nicht beim Tanken pinkeln könnten (so eine Toilette habt ihr noch nicht gesehen)) um zu pinkeln, sind wir in Qufu angekommen, direkt aus dem Bus, um die Straßenhändler rum, die direkt auf Fahrrädern ankamen und uns ihre tollen Sachen anpriesen, in ein Restaurant. Das Klo war vergleichbar, das Essen unterdurchschnittlich, ... Direkt danach sind wir zum Konfuzius Tempel gegangen, haben uns diese imposante Anlage angesehen und sind danach direkt in das Haus des Konfuzius weitergegangen. Wirklich sehr interessant. ![]() ![]() ![]() Nachdem wir dann zurück waren und im Hotel eingecheckt hatten sind wir noch über den Nightmarket gegangen, ein kleiner Foodmarket, der auch so tolle Sachen wie Laserpointerschießen auf Totenköpfe hatte (Selbstverständlich sind einige von uns dabei etwas abgezockt worden ;-)). Am nächsten Tag wieder Konfuzius, dieses Mal der Friedhof der Congs, zu denen auch Konfuzius gehört. Dabei konnten wir es uns nicht nehmen lassen einen Schwan zu machen, vielleicht der erste Schwan für Konfuzius ;-) ? ![]() Direkt im Anschluss ging es dann zum 30 Kilometer entfernten Taishan. Dieser Berg, von dem die Chinesen früher glaubten er wäre der höchste, hat es echt in sich. Das Bild unten zeigt einen Teil der Strecke: insgesamt ist der Wanderweg jenachdem wen man fragt zwischen 8 und 10 km lang, was aber sicher ist: 1500 Höhenmeter. da das ganz aber in einem relativ schmalen Tal den Berg hoch geht haben die Chinesen es sich zur Aufgabe gemacht von den 1500 HM maximal 100 per Steigung zu überwinden, der ganze Rest geschieht über Stufen. Das ist mal ein Treppenwald (für die Rheineser und die die eine Stelle im Teutoburgerwald kennen.) ![]() Das Bild unten zeigt die letzten Meter, ungefähr in der Mitte der letzten 500 Meter, die alle genauso aussehen... ![]() Als wir endlich kurz vor Sonnenuntergang oben waren (glücklicherweise, der größte Teil der Gruppe ist nachts um 3 von der Mittelstation im Dunkeln den Berg hoch) war es echt verdammt kalt (s. u. Steffi beim Essen) Das Hotel war ok (keine Dusche und kein Laken, aber dafür relativ billig (66 Yuan pro Person) wenn man bedenkt was man in D für eine Jugendherberge bezahlt... ![]() Der Grund für die ganze Mühe war der Sonnenaufgang, den man angeblich gesehen haben muss. Das Schönste was man aber vom Sonnenaufgang sehen konnte war diese Tafel: ![]() Der Sonnenaufgang sah nämlich so aus: Hunderte von Chinesen starren in den Nebel. ![]() Und Nora und Gert starrten zurück ;-) ![]() Das Problem kam aber noch. Der Abstieg. Wir (insgesamt 5 der 22 die oben waren) wollten auch wieder runterlaufen (man konnte auch per Seilbahn und Bus fahren). wer aber mal versucht hat 6660 Stufen hochzusteigen und anschließend am nächsten Tag wieder runter kann vielleicht nachfühlen wie sich Pudding in den Beinen anfühlt. Sobald man (schon nach den ersten 500 Metern (siehe das Bild oben)) ein wenig in die Knie geht wenn man stehen bleibt fangen diese unkontrolliert an zu zittern. Irgendwie ganz witzig, irgendwie aber auch nicht ;-)... Insgesamt haben wir für den Aufstieg 3,5 Stunden gebraucht, für den Abstieg 2,5 und für den Muskelkater danach ? Wochen. Treppenlaufen geht noch nicht wirklich, jeder von den 5 läuft Treppen hoch und runter das es eine Augenweide ist... Das Bild unten zeigt uns nachdem wir unten angekommen sind, noch ohne Muskelkater. ![]() Gestern Abend haben wir uns dann spontan massieren lassen (60 Minuten HealthCareBodyMassage für 4,5 € :-))... lasst euch sagen: Mit Muskelkater massieren lassen ist sehr sehr sehr unangenehm. Nora hat neben mir auf der Liege nur noch gewimmert, und unsere beiden Masseure fingen immer wieder an zu lachen. Leider konnten wir ihnen nicht begreiflich machen wieso, aber gut getan hat es trotzdem. Und angenehm war es hinterher auch. ;-) |
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| 22.03.2004 |
Ni hao. Wollte nur mal kurz einen Überblick über das bisher hier passierte geben: Das zweite was ich hier gemacht habe: mir um noch ein wenig mehr Heimatgefühl zu erzeugen: Ein Fahrrad kaufen. Und so fährt der Gert jetzt in China über Stock und Stein, wo kein anderer Chinese fahren würde. (Fahrrad farhen ist in Qingdao echt selten) Und als Ausländer auf einem Fahrrad auf dem man sitzt wie der affe auf dem Schleifstein ist man natürlich sehr auffällig. ![]() Am Dienstag vor 2 Wochen haben wir hier etwas sehr angenehm heimatliches gemacht: Eine BRAUEREIBESICHTIGUNG. ![]() Dabei sind mir 2 Sachen aufgefallen: Hier wird fast genauso gebraut wie in Deutschland und es schmeckt klasse. Der einzige Unterschied: Irgendwie haben die ein Problem mit der Radioaktivität: ![]() am Tag danach waren wir koreanisch essen, Sehr lecker, aber nicht einmal der hauch einer Chance etwas sinnvolles zu bestellen. (Markus hat es echt mit MUUH und QUICK versucht um klar zu machen das wir rind und Schwein haben wollten.) ![]() ![]() Lecker wars. Und ich war der einizige von uns vieren der keine Kotzerei danach hatte :-) *freu* Vorgesten waren wir wieder einmal in der Jazz Corner Bar, alle anderen relativ betrunken, ich selbstverständlich relativ nüchtern, ;-). Mein erstes Problem war einfach mal dahinzukommen. Ihr errinnert euch? Visitenkarten... Da alle anderen schon vorgefahren waren und ich vorher noch mit einigen hier auf dem Zimmer gesessen habe bin ich halt alleine und ohne Visitenkarten gefahren. Ich dachte ich könnte mich an den Weg errinnern. Dem war leider nicht so. Als ich meinen Taxifahrer jetzt halt mit Zeichensprache dreimal um den Block geschickt hatte und schon das doppelte auf dem Tacho stand (also 2 €) bin ich dann an irgendeiner Ecke ausgestiegen, habe jemandem im JCC angerufen und mir einen neuen Taxifahrer gesucht, ihm das Handy ans Ohr gehalten und ihm von einer Bedienung im JCC den Weg beschreiben lassen. Als ich dann dort war stolperte ich fast schon über die anderen. Also setze ich mich hin und schaute mir das Schauspiel einfach mal an. Es waren diesesmal zwar keine französischen Marinesoldaten da, aber die anderen hatte trotzdem gut Gas gegeben. Markus war in irgendeiner Ecke, (hab ihn erst beim nach Hause fahren gesehen). Als ich dann realisierte wo ich saß wollte ich schnell wieder weg: Eine Gruppe Chinesen, 4 Kerle und ein zierliches Mädel. Schön. Kein Grund weg zu gehen. Denkt man. Aber als diese 5 dann anfingen die guten Tsingtao-Biere zu exen dachte ich mir ich muss hier weg. Wohlgemerkt, das Mädel war ca 165 groß, super schlank. Und die Biere waren 0,5L. Aber kein Thema. Nachdem diese fünf innerhalb von 10 Minuten jeweils 4 Flaschen geext hatten (heist hier übriegends Ganbe) wollte sie auch mit mir anstossen. Ich hatte glücklicherweise noch genug Selbstbeherrschung um ihnen klar zu machen das ich einen empfindlichen Magen hätte. (Haben sie mir abgekauft ;-)) Christof jedoch lief promt in die Falle. Er sah nur das die Chinesen mir zuprosteten und kam dazu. Ok, das Unglück nahm seinen Lauf, Christof fing an mit dem kleinen, ca 55 Kilo schweren Mädel Ganbe zu spielen. nach dem 3 Bier haben wir ihn dann zu zweit aufgefangen und auf einem Stuhl fallen lassen (immerhin wiegt er 90 Kilo) Haben ihn dann versucht in ein Taxi zusetzen, wobei uns die Chinesen geholfen haben und haben dem Taxifahre 50 Yuan in die Hand gedrückt. Anschließend meinten die Chinesen zu mir das ich kein Taxi mehr bräuchte, sondern das ich von ihnen nach hause gefahren würde. Ok, ich wieder rein. noch ein paarmal mit ihnen angestossen und bewundernd auf die kleine Chinesin geschaut, die bereits ihr nächstes Opfer hatte. Als wir dann gefahren wollten (nachdem ich Markus gesucht hatte) hatte sie ca 10 0,5 L Flaschen geext. Merke: die Chinesen haben ein Loch im linken Zeh, da läuft das ganze einfach wieder raus. Immerhin konnte sie noch stehen und sich recht gut verständigen. Ich also Markus, der von der gnazen Geschichte so gut wie nichts mitbekommen hatte, geshcnappt, wollte gerade nach drausen zu einem Taxi, da wurden wir mehr oder wenig lieb in die Nobelkarosse der Chinesen verfrachtet, einer von ihnen, der jedoch auch schon min. 2 Flaschen geext hatte, ging hinters Steuer und fuhr uns relativ sicher nach hause. (Bis auf den kurzen Zwischenstopp mitten auf der Hauptstraße von Qingdao, wo er ausstieg um mitten auf die Fahrbahn zu pinkeln) Am nächsten Tag habe ich dann Markus erzählt wie wir und warum wir so nach Hause gekommen sind und warum ein Kotzfleck vor dem Tor war (Christof haben wir erst am nächsten Abend wieder lebend gesehen) Also merken: Chinesinen sind echt gefährlich. Noch ein paar Bilder von Qingdao, einer echt schönen Chinesischen Kleinstadt zum abschluss: ![]() ![]() Ansonsten ist es hier eher ruhig, man geht halt 1 mal am Tag essen, und schaut sich den Unterricht an, der durchwachsen ist. Einiges ist echt gut, einiges echt schlecht. So wie zu hause halt ;-) Nächstes Wochenende geht es nach Qufu, am übernächsten nach Shanghai, und ansonsten geht hier alles seinen Gang. Ein schöner Lichtblick kommt am 24. Nora kommt für 3 Wochen nach Qingdao :-) So, heute ist Montag, es ist alles recht ruhig und ich werde mich jetzt wieder an die Präsentation für Morgen begeben. |
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| 06.03.2004 |
So, jetzt sind wir eine ganze Woche
hier, die Uni hat angefangen (die meisten Vorlesungen sind o.k.), alles
ist noch sehr günstig, allerdings gibt man trotzdem recht viel
aus, aber ich nehme mal an das wird sich auch schnell ändern,
sobald ich hier alles "Notwendige" gekauft habe. Zum Notwendigen
gehört für mich hier unter anderem auch ein Klapprad, auch
wenn man hier immo so gut wie keine Fahrräder sieht. Ein Chinese
meinte es wäre den meisten einfach zu kalt und hier zu hügelig.
Aber gegen die Kälte kann man sich ja bekanntlich anziehen und
die paar Hügelchen schrecken einen echten Westfalenradler ;-)
ja nicht ab. Unser Zimmer wird immer gemütlicher, (kann auch an der latenten (LEICHTEN!) Unordnung liegen. Glücklicherweise tun Markus und ich uns da nichts... Ansonsten scheine ich gestern irgendwas falsches gegessen zu haben (am zuviel getrunken kann es nicht liegen, 1,5 Pils dürften mich, glaube ich, nicht aus der Bahn werfen) denn irgendwie mußte ich gestern Abend den Corner-Jazz-Club verlassen, da mir einfach nur noch schlecht war. Zuhause war mir dann noch schlechter... Der genannte Jazz-Club spielt zwar leider keinen Jazz, aber dafür westliche Musik der 80er und 90er, und scheint ein Treffpunkt der hiesigen Ausländer zu sein, da ca. 1/5 der Besucher keine Chinesen waren (gut, wir haben mit 20 Leuten auch gut dazu beigetragen). Wir tasten uns halt langsam an die wirklichen Chinesen ran, aber es ist echt schwierig mit welchen in Kontakt zu treten: Man wird zwar auf der Straße von 50 Jährigen Frauen angesprochen, die sich einfach nur mit dir unterhalten wollen (wohlgemerkt auf chinesisch), und die dir beim nächsten Wiedersehen einfach von hinten ihre Einkaufstasche in die Kniekehlen rammen um auf sich aufmerksam zu machen, aber ansonsten sind die Chinesen eher zurückhaltend. Wir haben allerdings mit 3 Deutschen ein Treffen mit einer Chinesin namens "Linda" (die meisten haben hier auch noch einen westlichen Namen) gehabt, die sehr gut Deutsch spricht und uns ein wenig beim Chinesischen unterstützt und wir dafür ihr Deutsch verbessern. Soweit für heute, Gert |
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| 28.02.2004 |
Nachdem wir in Beijing trotzdem mehr
oder weniger (eigentlich gar nicht) zuversichtlich am Gepäckband
standen und uns gerade auf den Weg zum Lost-and-Found machen wollten
lief auf plötzlich unser Gepäck an uns vorbei. (Obwohl es
laut SAS bis nach Qingdao durchgecheckt werden sollte) Wir freuten
uns natürlich, und bedanken uns noch einmal bei SAS dafür
das sie uns einen schönen Flug spendiert haben und es geschafft
haben unser Gepäck innerhalb von einer Viertelstunde in ein anderes
Flugzeug zu bringen.
Als wir angekommen sind wurden wir direkt am Flughafen von einer Frau in Empfang genommen die uns fragte ob wir ein Taxi bräuchten, Markus hat dann ja gesagt, ich habe noch versucht ihn davon abzubringen (ich erinnere mich an meinen Ägypten Urlaub) aber die Frau führte uns schon aus dem Flughafen über den Parkplatz, in eine Seitenstraße, über Schotterpisten, und wir sahen uns schon hinter der nächsten Ecke mit 5 Chinesen konfrontiert die uns ausrauben würden. Das war nicht der Fall, es stand wirklich hinter der nächsten Ecke ein Taxi, so dass wir für einen überteuerten Preis zum Campus gebracht wurden. So, jetzt sind wir hier angekommen, die ersten Stunden und Tage waren echt ziemlich komisch, kein Taxifahrer versteht einen, wenn man denkt man hat den Zielort richtig ausgesprochen bekommt man trotzdem noch irgendetwas zurück das sich nach Frage anhört. Ist es wahrscheinlich auch. Zu den diversen Markets und Shops fährt man echt am besten mit dem Taxi, denn alles andere ist hier nicht möglich. Taxi fahren nur mit Visitenkarten, und dem Fahrer darauf zeigen wo man hinwill. Selbst so europäische Läden wie Carrefour (sehr geil) wird hier anders ausgesprochen, so dass hier keiner ohne diese Karten aus dem Haus geht (zurück kommt man ja auch nicht ohne;-) Das Studentenhotel ist ein relatives Dreckloch, mit von uns nicht näher untersuchten Flecken auf Bettdecke, Teppich der das letzte mal vor einigen Monaten gesaugt wurde und einem nicht abschliesbarem Fenster (o.k., ist noch ein Gitter davor ;-), aber trotzdem). Es fehlte die Hälfte der uns zugesicherten Sachen, (unter anderem der Internetzugang *heul*, aber der soll bis Ende des Monates kommen)
Abends sind wir dann ersteinmal was Essen suchen gegangen, gefunden haben wir dann einen kleinen Bauchladenverkäufer, der in 500 m Entfernung vom Campus einen kleinen Topf hatte in dem er einfach auf Stöckchen gespießte Gemüse und Fleisch teilchen fritierte. Erst waren wir skeptisch, aber dann... lecker. Und der preis. Für insgesamt 10 Spiesschen pro Person 1 € zusammen. Und das war wahrscheinlich noch zu teuer... Anschließend saßen wir noch auf einem der Zimmer und haben uns mit den andenren angekommenen ein oder zwei oder drei Biere getrunken... 0,625 L für 0,3 € ein Studententraum wird wahr ;-) Am nächsten Tag direkt einkaufen, haben uns Bettwäsche und eine neue Decke gekauft (für den horrenden Preis von insgesamt 12 € für Bettdecke (200cm*230cm :-)) Betttuch, Lacken und Kopfkissenbezug :-)). Hier ist alles einfach nur unglaublich billig. Zusammen haben wir (zu 2.) 50 € im Carrefour gelassen, haben dafür auch 3 vollbepackte Einkaufswagen ins Hotel gebracht. (inclusive einer Prepaidkarte) Auf dem Fake Market unten konnte man CDs und DVDs für 0,7 € kaufen in einwandfreier Qualität einige sogar auf Deutsch (Hans und Hildegard, die DVDs die ich mir hier gekauft habe sind bereits an euch raus gegangen). Eine Anzugshose (o.k., über die Qualität darf man nicht nachdenken) bekommt man ab 1,5 €...
Und die Chinesen treten irgendwie alle als Masse auf. Man wird irgendwie fast immer angestarrt und manchmal kommen Kinder und wollen einen nur mal kurz anfassen. (Natürlich trotzdem immer noch sofort ein Griff an alle Stellen ob noch alles da ist, aber bisher sind wir noch nicht beklaut worden)
Die essen hier Katzen und Hunde :-) Hab ich noch nicht gesehen, aber dafür Schildkröten und Frösche
Man konnte sie sich direkt im Laden (wohlgemerkt: Europäischer Carrefour) schlachten und Verzehrfertig machen lassen. Abends sind wir dann noch beim offiziellen Empfang mit Essen gewesen, na ja, war zu wenig, und zu kalt, aber egal, danach sind wir zur entspannung noch in die Bar eines 5 * Hotels gefahren, die, als wir dort angekommen sind direkt erst einmal Sonderkonditionen für uns gemacht haben...40 % und 2 frei runden, (o.k., bei westlichen Bierpreisen auch angemessen). Wundersamerweise kamen kurz nach uns auch einige Chinesinninen alleine an die Bar. Prostitution scheint hier echt ein ziemliches Problem zu sein. Wir haben uns dann halt mit dem Bier angefreundet und waren begeistert als die Chinesen zu unserer Begrüßung auch noch die Deutschlandfahne aufhängten... |
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| 27.02.2004 |
War echt noch ganz schön stressig:
Morgens zum Bahnhof laufen und dann mit dem Zug nach Ddorf ging ja
noch, aber als wir dann in Düsseldorf bei leichtem Schneefall
im Flugzeug saßen und der Captain zum 3 Mal sagte wir würden
in 20 Minuten abfliegen, da das Flugzeug noch vereist sei,
haben wir langsam doch ein wenig Panik bekommen. Schließlich ging der Flug von Ddorf nach Copenhagen und erst von da aus nach Beijing bzw. ab da nach Qingdao. Das Problem war: Wir hatten in Copenhagen an sich nur 1,5 Std Aufenthalt. Insgesamt war es dann jetzt nur noch eine Viertelstunde für das Umsteigen. Das ganze war wirklich ;-) so anstrengend, dass, als wir dann am Einchecken in Copenhagen standen (mußten wir ja auch noch machen..) Markus (nennt sich schon Beschwerdekönig ;-))fragte ob wir nicht auf Grund des ganzen Stresses und der ja sehr hohen Wahrscheinlichkeit morgen kein Gepäck zu haben evt. bessere Plätze bekommen könnten, und so sitzten wir jetzt schön in der Business Class,
ich erhole mich gerade davon mir mit Schokoladeüberzogenen Erdbeeren den Bauch voll zu schlagen und die Lachshäppchen zu verschlingen und werde jetzt noch schön weiter für das Projektseminar arbeiten... Wenn ich nicht einfach mit Genuß meine Beine ausstrecke und mich auf den 10 Std. Flug im Liegesessel freue :-) |
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26.02.2004 |
Morgen geht es los, ich bin ja ein notorischer Spätpacker,
deshalb bin ich auch erst heute Abend damit angefangen, bin mal gespannt
ob ich an alles gedacht habe. |